Neujahrsansprache 2008

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

wir blicken zurück auf das Jahr 2007. Für jeden von uns war es verbunden mit Freuden, aber auch mit Sorgen.

Für den Freistaat Thüringen war es ein ereignisreiches, ein gutes Jahr: Ich denke an die Bundesgartenschau in Gera und Ronneburg, an den 800. Geburtstag der Heiligen Elisabeth von Thüringen mit vielfältigen landesweiten Aktivitäten und an die Wiedereröffnung der Anna-Amalia-Bibliothek in Weimar.

1,5 Millionen Besucher der Bundesgartenschau haben sich davon überzeugt, dass wir in Thüringen sogar "Berge versetzen" können.

Millionen Menschen in Deutschland und Europa haben sich mit dem Leben und Wirken der Heiligen Elisabeth von Thüringen beschäftigt und nachgefragt, was sie uns mit ihrer Botschaft der Liebe und ihrer Barmherzigkeit heute zu sagen hat. 240.000 Menschen besuchten unsere Landesausstellung auf der Wartburg.

Der Wiederaufbau der Anna-Amalia-Bibliothek und die Restaurierung oder Wiederbeschaffung kostbarer Werke wurden nur möglich, weil rund 17 Millionen Euro private Spendengelder zur Verfügung standen. Das Engagement der Zivilgesellschaft war beispielgebend.

Ich danke allen, die sich auch im vergangenen Jahr für unser Land, für die Kultur, für den Sport, für die Nachbarn, für Hilfsbedürftige und gegen Radikalismus, Extremismus und insbesondere gegen Rechtsextremismus eingesetzt haben. Ohne dieses Engagement wäre unser Land arm und kalt. Es ist das Miteinander, die Gemeinschaft, die Thüringen zu einem liebenswerten Land machen.

Meine Damen und Herren,

wir brauchen auch eine Kultur des Hinsehens. Wo Kinder, wo alte Menschen, wo Hilfsbedürftige Unterstützung benötigen, sind helfende Hände und offene Herzen besonders notwendig. Die vielen stillen Helfer verdienen unser aller Dank. Sie leben Solidarität. Das heißt auch: Hinschauen und helfen, wenn Kinder, wenn eine Mutter oder eine Familie in Not sind.

Ich danke insbesondere den Familien in Thüringen:

  • Den Müttern und Vätern, die ihre Kinder liebevoll und verantwortlich erziehen.
  • Den Kindern, die sich um ihre pflegebedürftigen Angehörigen kümmern.

Mein Dank gilt auch allen Arbeitnehmern und Unternehmern, die mitgeholfen haben, dass die Wirtschaft bei uns überdurchschnittlich wächst, dass neue Arbeitsplätze entstehen und immer mehr Menschen in unserem Land ihre Zukunftsperspektive sehen.
 
Unsere Aufgabe als Landesregierung ist es, die Rahmenbedingungen für das mitmenschliche und innovative Thüringen weiter zu verbessern. Deshalb war es so wichtig, dass wir erstmalig seit der Wiedergründung Thüringens 1990 keine neuen Schulden mehr machen. Wir belasten nicht mehr zukünftige Generationen und schaffen wieder Gestaltungsspielräume für politisches Handeln. Wir investieren mit dem Programm "Exzellentes Thüringen" in Bildung, Hochschulen, Technologie, Innovation und Mittelstand. Diesen Kurs müssen wir dringend fortsetzen.

Thüringen - ein weltoffenes Land in der Mitte Deutschlands - bietet Heimat und Zukunft. Auf diesen Stärken werden wir gemeinsam weiter aufbauen.

In diesem Sinne wünschen meine Frau und ich Ihnen ein erfülltes, vor allem gesundes Jahr 2008.

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